Vereinschronik

Ein Schützenfest in der Mark um 1927

Der größte Teil der Chronik wurde aus der Festzeitschrift zum 175jährigen Jubiläum des Kirchspiel Märkischen Schützenvereins entnommen.

Wir danken den Verantwortlichen des ursprünglichen Textes:
Friedwilm Kohlhase, Walter Conrady und Ulrich Ophaus

Die Gründung des Kirchspiel Märkischen Schützenvereins diente nicht der Tradition von Landwehrvereinen oder sonstigen militärischen Anlässen, sondern der Förderung des bäuerlichen Lebens und sollte das ländliche Vergnügen fördern. Die räumliche Ausbreitung war nicht auf das 1000 Jahre alte Dorf Mark beschränkt, sondern umfasste das Kirchspiel Mark mit den Kirchspielorten Südenfeldmark, Ostenfeldmark, Werries, Ostwennemar und Braam. Das Kirchspiel gehörte zum Land Preußen. Der Verein erhielt deshalb den Namen „Kirchspiel Märkischer Schützenverein“.

Im Gründungsjahr 1827 wurde Preußen von Friedrich-Wilhelm III regiert. Die Zeit der napoleonischen Kriege war dabei überwunden zu werden. Es entwickelte sich ein städtisches und bäuerliches Bürgertum, das 1848 mit der Paulskirchenverfassung seinen ersten Höhepunkt hatte. In dieser Zeit fanden viele Gründungen von Bürger- und Schützenvereinen statt; in der Mark wurde der Kirchspiel Märkischer Schützenverein geboren. Das Wort Schützenverein könnte den Schluss zulassen, dass die Gründung eine militärische Notwendigkeit zum Schutz der Bürgerschaft war, wie dies vielfach der Anlass der Gründung von Bürgerwehren oder Landwehren im Mittelalter war. Die Vereinsgründungen nach der französischen Revolution, den napoleonischen Kriegen, am Beginn der Blütezeit von bürgerlichen Traditionen, Aufklärung und Biedermeier, dienten Bürger- und Schützenvereine dem sozialen und gesellschaftlichen Miteinander der damaligen Bevölkerung. Die Traditionen dieser Vereine hatten dabei ihre Wurzeln in den Lebensräumen der Gründer. Es war zwischen städtischen und ländlichen Traditionen erkennbar zu unterscheiden. Im Kirschspiel Märkischer Schützenverein ist dies noch heute in den Festen erlebbar. Die Vereinsgründung sollte soziale Bindungen und gesellschaftlichen Austausch zwischen Gleichen, unabhängig von Religion und Weltanschauung, fördern. Im Mittelpunkt stand das gesellschaftliche Vergnügen und die Zerstreuung. Gerade im ländlichen Raum des damaligen Kirchspiels war dies die Möglichkeit der erholsamen Zerstreuung nach der schweren Feld- und Erntezeit.
Dieser Gründungsgedanke der Stifter des Vereins Kirchspiel Märkischer Schützenverein stand Pate im angenommenen Gründungsjahr 1827. Unterlagen über die Vereinsgründung, die anfängliche Entwicklung des Vereins und das tatsächliche Gründungsjahr liegen nicht mehr vor. Sie sind bei einem Brand des Gemeindearchivs vernichtet worden.

1926 stellte der Vorstand in einer Sitzung fest, dass das Jahr 1827 als Gründungsjahr anzunehmen ist. Der Verein beschloss dann am 22.August 1926 dem Vorschlag des Vorstandes zu folgen und beauftragte den Vorstand für das Jahr 1927 zur Feier des 100 jährigen Jubiläums die Nachbarvereine Ostenfeldmark, Braam-Ostwennemar, Maximilian, Uentrop, Westtünnen, Norddinker, Werries und Schmehausen einzuladen und das Fest auszurichten. Beim Jubiläumsfest 1927 wurde an der „Dambergeiche“ eine neue Vereinsfahne geweiht. Der Kirchspiel Märkischer Schützenverein zählte 1927 mehr als 200 Mitglieder!

Es ist heute anzunehmen, dass unser Verein älter als 175 Jahre ist. Der Heimatforscher Ferdinand Brandenburg schrieb am 26.Juli 1940 im Westfälischen Anzeiger einen Artikel mit der Überschrift:
Alte Wege – altes Leben… Von Verkehrsfragen und Lustbarkeiten im Pilzholz!
Er berichtete darin über ein „behextes Schützenfest“ und über „Lustbarkeiten“ zum Schützenfest 1820!

Lustbarkeiten:
Die Erträge der Forstwirtschaft standen früher unter einem glücklichen Stern. So war Pilsholz am Anfang des vorigen Jahrhunderts nicht ausschließlich auf wirtschaftliche Nutzung eingestellt. Quer hindurch zog sich (1820) ein Lustweg, und es hat auch eine Anlage nach Art der damals beliebten Irrgärten gegeben. Eine große Fläche war „Tanzplatz“ benannt, und ein Teil davon, ein Kamp, umwallt. Bei solch alten Tanzplätzen, tief im Waldesdunkel, denkt man gerne an Hexenspuk. Ganz unbegründet ist diese Auffassung nicht. Es erscheint nicht ausgeschlossen, dass der Platz schon in alten Zeiten in diesen Ruf gekommen ist. Grimm berichtet in feiner Schrift über Grenzaltertümer, dass an den Landscheiden, und Grenzdurchgängen Tanzplätze von Hexen angenommen wurden. Aber 1820 war der Hexenglaube nicht mehr angebracht; denn damals gab es keine anderen Hexen mehr, wie auch heute, und zudem war hier der Umgang, wenigstens bei Tages- oder Vollmondlicht, nicht allzu sehr mit Geheimnissen behaftet. Man feierte nämlich auf dem Tanzplatz die Marker Schützenfeste. Es mag jedoch trotz allem vorgekommen sein, dass gelegentlich auch ein Hexlein mitgetanzt hat.

Ein begehrtes Schützenfest
Einmal soll durch so ein Schützenfest die bewährte märkische Standhaftigkeit ernstlich bedroht worden sein. Die Männer haben verabredet, erst nach Sonneaufgang, und zwar geschlossen, abzurücken; denn über den Empfang im trauten Heim herrschte nicht übereinstimmend gute Zuversicht. Die Chronik berichtet: Der Tambour führte. Doch der Weg war weit, der Kopf so schwer, alle Festesfreude verraucht, und der Druck des Alltags senkte sich hernieder. Auf den Wiesen aber duftete das Heu. Schon blinkte im Strahl der steigenden Sonne der Engel vom heimatlichen Kirchturm herüber. Das Heu duftete stärker! Da sanken dem Trommler ermüdend der Arm. Auch die Beine wollten den Dienst versagen; denn Tanz und Trunk waren des Festes würdig gewesen. Er hielt an, blickte sich um nach seinen Weggenossen und – fand sich allein in der weiten Natur. Nur einige Heuhaufen ließen schwaches Leben erraten. Tiefes Nachsinnen förderte einen Entschluss. Er straffte sich, schlug sein Reveille, wiederholt, eindringlicher. – Nichts. Die Lerchen alleine jubelten den neuen Tag entgegen. – Aber als einziger heimkehren? Wo bleibt da die Schützentreue! Freundlicherweise lag die nächste Wiese nahebei…

Die Heimat des „Kirchspiel Märkischer Schützenverein“ war der Pilsholz. Dort wurden in den ersten Jahren auf dem Tanzplatz die Marker Schützenfeste gefeiert. Der Zeit entsprechend wurde dort von den Schützen ein Irrgarten angelegt. Die Örtlichkeiten ergeben sich aus einer Flurkarte um 1820.

Innerhalb des damaligen Vereins bildeten die einzelnen Feldmarken eigene Schützenkompanien. So wurden noch 70 Jahre später die Schützenoffiziere für die einzelnen Feldmarken getrennt gewählt. Auch Vereinsversammlungen waren Wanderversammlungen, die abwechselnd in den Feldmarken abgehalten wurden. Alljährlich im Juni, meistens zwei Wochen nach Pfingsten, wurde im Kirchspiel Mark Schützenfest gefeiert. Hatte man ein Jahr lang hart gearbeitet, sei es hinter dem Pflug oder in der Werkstube, nun wurde gefeiert. Hier schmolzen alle Unterschiede, ob Bauer, Kötter, Handwerker oder Arbeitsmann, dahin. Am Samstag wurde das alte Königspaar auf irgendeinem Hof oder irgendeiner Werkstube im Kirchspiel abgeholt. Nach der Königsparade ging es zum Festplatz. Der Lauf der geschulterten Gewehre war mit Blütensträußen verziert. Am nächsten Tag ging es zur Vogelstange. Hier entbrannte ein harter Kampf um die Königswürde. Der aus einem Weidenknubbel gefertigte Vogel machte es den Schützen jedoch recht schwer. Als Zielwasser gab es Bier und „alten Klaren“! Nach dem Königsschuss sauste der Adjutant des Hauptmannes auf seinem Pferd durchs Dorf, um die auserwählte Königin zu benachrichtigen. Mit der Morgendämmerung endete der Tag der Freude. So war das Schützenfest im Kirchspiel Mark mehr als nur ein Fest, es war die Krone und der Höhepunkt in einem arbeitsreichen Dorfjahr.

Ab wann die Feste nicht mehr im Pilzholz, sondern auf dem, Gut „Heithof“ (heute die Kinder- und Jugendpsychiatrie) gefeiert wurden, lässt sich nicht mehr feststellen. Die folgende Einladung zum Schützenfest 1856 auf Gut Heithof erschien am Mittwoch, 18.06. im Westfälischen Anzeiger und Wochenblatt für die Stadt Hamm und den Kreis Hamm:

Vorstand 1909

Ab 1880 liegen dem Kirchspiel Märkischer Schützenverein sämtliche Protokolle der Schriftführer aus den Versammlungen vor. Zu dieser Zeit wurden die Schützenfeste bei dem Kötter Quadfasel (heute Hof Isenbeck im Hagenkamp) gefeiert. In der „Dille“ wurde der Vogel von der Stange geschossen. Dies wird im Westfälischen Anzeiger Donnerstag, 08.Mai 1879, dokumentiert. Hier wird zum Schützenfest am 07., 08. und 09. Juni 1879 eingeladen. Danach war Antreten „präcise“ nachmittags um 1 Uhr. Das Königschießen begann um 3 Uhr. Für ein ordentliches Tanzzelt, gute Musik sowie gute Restauration war bestens gesorgt.

In der Generalversammlung vom 29. Februar 1880 wurde die Anschaffung eines Tanzzeltes beschlossen und am 06. März 1880 die Bedingungen für die Anschaffung in sechs Paragraphen festgelegt:

  • §1: Finanzierung: Es wurden Aktien von 10 Mark ausgegeben, die nur von Mitgliedern erworben werden können.
  • §2: Die Anschaffung und Aufsicht wurde einem Komitee von 7 aus den Aktionären zu Wählenden übertragen.
  • §3: Die Aktienscheine werden jährlich mit 5% verzinst; die Zinsen jährlich bei der Rechnungslage ausgezahlt.
  • §4: Das Zelt kann an andere Vereine gegen Entgeld aus geliehen werden. 150 Mark haben jährlich als Rücklage für Reparaturen und Unkosten in der Kasse zu verbleiben. Der restliche Überschuss wird für die Rückzahlung der Aktien verwandt. Die zurückzuzahlenden Aktien werden ausgelost. Für das Zelt wird eine Brandversicherung bei der Provinzial Feuer Sozietät abgeschlossen.
  • §5: Nach Rückzahlung aller Aktien haben die Aktionäre das Recht, das Zelt 3 bis 5 Jahre auf eigene Rechnung auszuleihen. In dieser Zeit hat auch der Verein Zeltmiete zu zahlen.
  • §6: Nach Ablauf dieser Zeit ist das Zelt dem Kirchspiel Märkischer Schützenverein kostenlos zu überlassen.

1883 waren alle Aktien zurückgezahlt. Das Zelt wurde 1886 dem Schützenverein als Eigentum übergeben. In der Versammlung am 18. April 1881 bei Schlieper in Ostwennemar wurde beschlossen: „Sämtliche Schützen haben zum Königsschießen in Mütze und blauem Kittel zu erscheinen.“ Zuwiderhandlungen wurden, falls sie sich weigerten bei Nichtbeachtung 1 Mark Strafe zu zahlen, vom Fest ausgeschlossen. Im Jahr 1884 wurde der Bau eines feststehenden Restaurationszeltes (20 Fuß lang, 25 Fuß breit) beschlossen. Zur Finanzierung wurde der Beitrag auf 2 Mark erhöht. Den Zuschlag für die Restauration erhielt für sieben Jahre Herr Ökonom Holtmann. Auf dem Hof Holtmann wurde das Restaurationszelt aufgebaut.

1884 setzte sich der Vorstand des Kirchspiel Märkischer Schützenverein wie folgt zusammen: H. Nattkemper (Hauptmann), D. Brinkwirth, W. Knauft, Kunze, Stockey, W. Vogt, Hegemann, A. Dauster, Stoffer, Kemper, H. Haumann, Höflings, G. Brehr, Hillemann, Schmitz, H. Böhmer und Schwale.

1887 beanstandete der Vorstand die vorhandenen Tische und Stühle. Diese waren nach dem Ausleihen im mangelhaften Zustand zurück gegeben. Nach der Renovierung wurden sie nur noch an Mitglieder des Vereins verliehen. (Die beschriebenen Probleme sind auch noch heute Alltag der Aufgaben des Vorstandes).

1892 wurde die Restauration für weitere sechs Jahre zu je 150 Mark an Holtmann vergeben. Der Vertrag umfasste den Betrieb der Speise- und Weinwirtschaft. Die Bierrestauration wurde von F. Witte für 160 Mark übernommen. Nach den Protokollen wurden die Schützenoffiziere getrennt nach den Ortsteilen Mark, Ostenfeldmark, Südenfeldmark, Werries und Ostwennemar gewählt.

1892 bekam jedes Mitglied für 10 Pfennige eine neue Satzung. In der Generalversammlung vom 03.April 1892 in Mark wurde die Anschaffung einer Königskette beschlossen. Zur Anschaffung wurde eine Kommission aus den Mitgliedern F. Mecklenbrauck, F. Haverkamp und F. Nattkemper gewählt. Beim Schützenfest am 18. und 19. Juni 1892 wurde die Königskette erstmals getragen.

Am 10.09.1893 feierte der Verein im Saal Helmich das Sedansfest. Dieses Herbstfest war alljährlicher fester Bestandteil im gesellschaftlichen Leben im Kirchspiel Märkischer Schützenverein. Das Feiern des Sedansfestes war aber auch ein Spiegel des Vereins in der damaligen Gesellschaft. Das Sedansfest als Feier des gewonnenen Deutsch-Französischen Krieges 1876 war fester Bestandteil des Feierkalenders im damaligen Preußen.

Protokoll der Vereinsversammlung bei Königswirth in Braam am 31.10.1897 mit der Entscheidung zum Ankauf des Schützenplatzes Mark. In der heutigen Versammlung des Vereins wurde verhandelt und beschlossen:

  • Punkt 1. : Es wurde die Abstimmung wegen Kauf eines Grundstückes vorgenommen und erhielt Dietrich Hoelscher 37; Theodor Meier 8 Stimmen. Mithin wurde das Grundstück des Herrn Hoelscher angekauft.
  • Punkt 2. : Es wurde beschlossen den § 27,5 des Statuts umzuändern. Dazu wurden gewählt: Dohmwirth, J. Mennenkamp, Steimann, Bruse, W. Quadfasel, als Vorsitzender H. Steimann.
  • Punkt 3. : Das zu dem Bau nicht vorhandene Geld wird auf Aktien á 10 Mark auf die Mitglieder verteilt.

v.g.u.u.
Der Vorstand
H. Damberg, Hauptmann
H. Böhmer, 1. Adjutant
H. Witte, II. Adjudant
W. Mennenkamp, Officier
F. Kilp, Officier
F. Schlieper, Officier
H. Müser, Officier
F. Rogge, Officier
D. Ossenkemper, Officier
H. Steimann, Officier
H. Bruse, Rendant

Im April 1830 ließ der Kötter Hölscher sein altes Haus abbrechen. Es stand auf dem Grund des heutigen Spotplatzes hinter dem Schützenhof. Beide Plätze sind somit Flurstücke vom uralten Hölscher -Kotten. Der Anschließend erstellte Neubau wurde an die Straße gesetzt, es ist das heutige Fachwerkhaus Ströver (Gärtnerei Lange).

In der Generalversammlung vom 13.03.1898 wurde der Anbau von Küche und Keller vorläufig zurückgestellt. Für die Anlage von Brunnen und Abort einschl. Material wurde Maurermeister H. Nattkemper der Zuschlag erteilt. W. Vogt erhielt den Zuschlag für den Abbruch des Restaurationszeltes bei Holtmann und Aufbau auf dem Schützenplatz. Längs des Festplatzes wurden 23 m Graben überbrückt. Die Bepflanzung des Festplatzes und die Einfriedung wurde an Schulze-Berge vergeben. Als Hecke waren je lfd. Meter 10 Stück – 3- jährige Pflanzen zu setzen. Auf dem Platz waren 40 Bäume mit einem Stammumfang von 10 bis 12 cm (je 1/3 Ulmen, Linden und Kastanien) zu pflanzen.

1901 wurde das Schützenfest an 2 Tagen am 08. und 09. Juni gefeiert. Angetreten wurde morgens um 5 ½ Uhr auf dem Schützenplatz zum Abholen des vorjährigen Königs. Um 7 Uhr war Abmarsch zum Schießplatz in der „Dille“ (Wiese hinter dem Hof Isenbeck.

1901 wurde ein einheitlicher Schützenhut angeschafft.

1904 bezahlte der Verein für die Avantgarde ein Strafmandat von 15 Mark wegen öffentlichen Aufzuges.

1907 wurde der Hauptmann Damberg für besondere Verdienste ein Ehrendegen überreicht.

Bau der Schützenhalle
Am 18.12.1910 traf sich die kleine Baukommission, bestehend aus H. Schwenner, W. Kaldewei, W. Kleine, F. Nattkemper und H. Damberg beim Kameraden F. Bielefeld. Nach Besichtigung des Schützenplatzes erklärten sie sich einstimmig für einen Mittelbau von 11 mal 8 m. Die Front sollte aus Schwemmstein gemauert, die Stiele gehobelt und angestrichen werden. Das Dach war in Brettbeschalung mit Dachpappe auszuführen. Die Vorderfront sollte mit einem Zierspaten versehen werden. Restaurationswirt E. Isenbeck erklärte sich freiwillig bereit, die Vorderwand auf seine Kosten putzen zu lassen. Am 12.02.1911 wurden die Arbeiten vergeben. Maurerarbeiten: H. Schwenner. Zimmer- und Schreinerarbeiten: W. Kaldewei. Dachdeckerarbeiten: F. Nattkemper, Anstrich und Glasarbeiten: H. Niggemann.

Königspaar Heinrich Bruse und Anna Pankauke mit Hofstaat von 1912

In der Vorstandssitzung vom 07.Juli 1912 beim Kameraden Holsträter trat Hauptmann Damberg zurück. Er war 26 Jahre im Vorstand, davon führte er den Verein 16 Jahre. D. Schmidt wurde neuer Hauptmann, H. Damberg als Ehrenhauptmann gewählt.

Am 26. Juli 1914 wurde der Plan gefasst, auf dem Schützenplatz in der östlichen Ecke einen Kugelfang zu errichten. Durch die Kriegsereignisse kam es nicht mehr zur Durchführung dieses Beschlusses.

Von 1916 bis 1919 ruhte der Verein aus Anlass des I. Weltkrieges. 22 Vereinsmitglieder waren während des Krieges ums Leben gekommen. Im Mai 1919 waren noch 10 Vereinsmitglieder in Gefangenschaft.

1920 wurde am 14. und 15. Juni das erste Schützenfest nach dem Krieg gefeiert. Zunächst war es ohne Vogelschießen geplant, da kaum Aussicht auf einem genehmigten Schießplatz bestand. Am 03.Juni 1920 erteilte die Polizeibehörde die Genehmigung zur Verlegung des Schießstandes auf die Wiese des H. Isenbeck, der diese zur Verfügung stellte. Die Schießbahn wurde dadurch 250 m länger. Das Vogelschießen fand am Nachmittag statt. Am Samstag des Schützenfestes der Jahre

1920 und 1921 fand vormittags ein Konzert in den Anlagen des Gutes Heithof bei einer „feuchten Spende“ des Herrn Rittmeister Witte statt. Abends um 9 Uhr startete vom Schützenplatz eine Fackelpolonaise zum Gut Heithof. Diese Fakelpolonaise zum Gut Heithof gehörte auch noch nach dem 2. Weltkrieg zum Festablauf. Der Rittmeister Witte stand dann auf der großen Freitreppe des Gutes und winkte den Schützenbrüdern zu. In der Vorstandssitzung vom 29.April 1923 wurde ein Artikel über das Marker Schützenfest veröffentlicht im Gemeindeblatt von Herrn Pastor Wittmann, aufs schärfste kritisiert. Es wurde eine Kommission gebildet, die sich damit befassen und in der nächsten Vorstandssitzung berichten sollte. Der Westfälische Anzeiger berichtete in seiner Ausgabe vom 23.November

1923 über das Marker Schützenfest.

1923 stellte Major H. Damberg einige Fuder gebrauchte Steine zum Bau einer Garderobe zur Verfügung. Der Verein hatte zu diesem Zeitpunkt ca. 300 Mitglieder.

1924 wurde für die Königin eine Krone beschafft.

1925 erhielt das Tanzzelt einen neuen Holzfußboden. Im gleichen Jahr wurde das Restaurationszelt mit einer neuen Lichtanlage und die Garderobe mit einem Asphaltfußboden versehen. In diesem Jahr war folgender Vorstand ins Vereinsregister eingetragen: D. Schmidt, H. Meier, G. Mennenkamp, W. Wilms, F. Nattkemper, D. Demmer und Major H. Damberg

Am 03.Oktober 1925 verstarb der frühere Vorsitzende H. Damberg und am 01.Juni 1926 das langjährige Vorstandsmitglied J. Marquard. Die beiden Verstorbenen hatten sich für den Verein besondere Verdienste erworben.

Am 08.Juli 1926 hat, vorbehaltlich der Zustimmung der Generalversammlung, der Vorstand in seiner Sitzung beim Rendanten Demmer den Bau eines Kugelfanges auf dem Schützenplatz beschlossen. Die Ausführung oblag einer Kommission in die D. Schmidt, D. Demmer, W. Mennenkamp, F. Rose und W. Krabs gewählt wurden.

Der Schellenbaum
Das Alter des Schellenbaums ist leider nicht feststellbar. Die erste Erwähnung findet sich in der Niederschrift über die Generalversammlung vom 19.April 1888. Unter Ziffer 7 steht hier nachzulesen: „Den Schellenbaum zu tragen übernahm F. Franke und zahlt dafür an den Verein 20 Pfg.“ Die Anschaffung liegt offensichtlich vor 1880. Im Protokoll von der Rechnungslage ist nachzulesen: „Betreff Aufarbeitung des Schellenbaumes wird H. Damberg Erkundigungen einziehen betreff des Preises.“ 1926 wurde der Schellenbaum dann neu aufgearbeitet.

100 Jahre Kirchspiel Märkischer Schützenverein
1927 feierte der Kirchspiel Märkischer Schützenverein sein 100 jähriges Bestehen. In den Festausschuss wurden die Herren A. Schlieper, W. Koch, K.Wellmann und W. Droste gewählt. Zum Jubelfest wurden die Vereine Ostenfeldmark, Norddinker, Werries, Maximilian, Uentrop und Schmehausen eingeladen. Zu diesem Fest wurde die Anschaffung einer neuen Fahne beschlossen, die von A. Kley, Hamm, für 500 Mark geliefert wurde. Am Samstag, dem 28.Juni 1927, am frühen Morgen, wurden die Fahne und der König abgeholt. Bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal in der Mark hielt der Vorsitzende des Festausschusses, A. Schlieper, die Gedächtnisrede. Anschließend ging es zum Schützenplatz. Hier wurde erstmals am neuen Kugelfang geschossen. König im Jubiläumsjahr wurde F. Schlüter. Zur Königin erwählte er sich die Bäckermeisterfrau F. Heimsoth.

Die Weihe der neuen Fahne fand am Sonntag an der Dambergeiche statt. In der Ansprache erinnerte Festausschussvor-sitzender A. Schlieper an die Vereinsgründung vor 100 Jahren und wies auf die Bedeutung der alten und neuen Fahne hin. Auf ein Schreiben des Schützenvereins Braam-Ostwennemar stellte der Vorstand am 02.07.1929 fest, dass die Holzgewehre im Jahre 1917 von der Gemeinde Mark angeschafft wurden und in der Mark verbleiben.

1929 musste auf Grund einer Klage des Herrn Rittmeister a.D. Witte beim Amt Rhynern der Kugelfang auf dem Schützenplatz geändert werden. Die erste Blende wurde tiefer gesetzt, der Kugelfang nach unten abgedeckt, vor dem Zielpfahl wurde ein 3-Zoll-Rohr angebracht. Am 18.09.1929 fand ein Probeschießen statt. Dabei anwesend war Regierungsassessor Dr. Bröse, Bürgermeister Haltern, Amtbaumeister Figge, Direktor Bücher als Protokollführer, eine Anzahl Landjäger, Vorstandsmitglieder und Schützenbrüder. Es ging kein Schuss daneben. Darauf gab es eine vorläufige Schießerlaubnis. Es sollte das nächste Schützenfest abgewartet werden. In der Generalversammlung vom 25.10.1931 wurde Hauptmann D. Schmidt, der den Verein seit 1912 führte, zum Major befördert. Die Jahre von 1930 bis 1933 waren für den Verein sehr schwer. Ein großer Teil der Mitglieder war arbeitslos. Im Juni 1933 erhielt Major Schmidt folgendes Schreiben von der NSDAP:

„Mit der Gleichschaltung Ihres Vereins ist die politische Leitung der hiesigen Ortsgruppe der NSDAP nicht einverstanden. Sollte eine Gleichschaltung in unserem Sinne nicht baldigst erfolgen, sehen wir uns gezwungen, den Verein sofort aufzulösen.“

Darauf wurde umgehend eine Vorstandssitzung einberufen, zu der der Ortsgruppenleiter eingeladen wurde. Dieser übergab eine Liste der neuen Vorstandsmitglieder wie folgt:
D. Schmidt, H. Meier, G. Mennenkamp. F. Bielefeld, F. Rose, H. Schwale, R. Milbrandt, K. Wellmann, W. Schmidt, W. Lulei, W. Hermeling, W. Rosendahl sen. , A. Schlieper, H. Isenbeck, A Kuhlmann.

Am 09.02.1934 wurde der Verein in den Deutschen Schützenbund aufgenommen. D. Schmidt und H. Meier wurden als 1. und 2. Vorsitzender bestätigt. Ohne diesen Beitritt hätte kein Adlerschießen mehr durchgeführt und auch der Name Schützenverein nicht mehr geführt werden dürfen.

Kleinkaliberschießstand Im Januar 1935 wurde die Errichtung eines Kleinkaliberschießstandes auf dem Schützenplatz beschlossen. Am 10.06.1935 wurde dieser Schießstand eingeweiht. Kamerad August Schlieper bedankte sich bei den vielen freiwilligen Helfern. Dann ging er auf die Lage der Mark ein und schloss mit den Worten: „Mark, ist die Krone auf Erden, was sie nicht ist, kann sie noch werden.“ Nach der Eröffnung des Schießstandes durch Kreisschießwart Peters aus Hamm begann ein reges Schießen an den Ständen.

Ab 01.10.1937 wurde der NSV die Küche für die Winterspeisung und während der Sommermonate die Halle als Kindergarten verpachtet.

In der Generalversammlung vom 11.09.1938 trat der 1. Vorsitzende Diedrich Schmidt aus Alters- und Krankheitsgründen zurück. Er stand dem Verein 26 Jahre vor. Wilhelm Schmidt wurde einstimmig zum neuen Vereinsführer gewählt. Sein Stellvertreter wurde Hermann Meier. Die Wahl des Vereinsführers wurde durch den deutschen Reichsbund für Leibeserziehung bestätigt. Durch den tatkräftigen Einsatz einiger Schützen und die unentgeltichen Arbeiten der Baufirma Gebr. Schwenner gelang es 1938, die Halle mit einer Aschebetondecke zu versehen.

Das letzte Schützenfest vor dem II. Weltkrieg wurde am 10. und 11.06.1939 gefeiert. Nach dem Laubholen am Freitag, dem 09.06., wurde die neue Fahne für Leibesübung geweiht. Mit einer knorrigen Rede übergab Kreispressewart Klempt vom Schützenverband sie an den Vereinsführer, die sie an den Fahnenträger Dörfer weiter gab. König dieses Schützenfestes wurde Emil Gerwin.

Im September 1939 brach der Krieg aus. 35 Schützenbrüder wurden sofort zu den Fahnen gerufen.

Im Jahre 1940 wurde der Kindergarten, der in der Schützenhalle untergebracht war, erweitert. Die Schützenbrüder an der Front erhielten Feldpostpäckchen.

Während des II. Weltkrieges sind 47 Schützenbrüder gefallen.

Am 08.01.1950 fand sich nach fast 10-jähriger Unterbrechung der größte Teil der früheren Mitglieder im Lokal Westerhoff zu einer Versammlung ein. Der 1.Vorsitzende Wilhelm Schmidt verlas ein Schreiben der Militärregierung, wonach der Verein 1947 im Vereinregister gestrichen und das Vermögen beschlagnahmt sei. Es wurde einstimmig beschlossen, den Schützenverein erneut ins Leben zu rufen. Hierzu waren jedoch neue Satzungen erforderlich. Für die Vorstandswahl wurde Karl Mecklenbrauck zum Versammlungsleiter bestimmt. Es wurden gewählt:

Wilhelm Schmidt 1. Vorsitzender
Heinrich Vedder 2. Vorsitzender
Karl Mennenkamp 1. Rendant
Wilhelm Krabs 2. Rendant
Ernst Steimann 1. Schriftführer
Emil Isenbeck 2. Schriftführer

Der bisherige Rendant Dietrich Demmer, der auch zugleich als Treuhänder von der Militärregierung eingesetzt war, gab einen Bericht über die Kassenverhältnisse. Während des Krieges und in den folgenden Jahren konnten die Unkosten durch Vermietungen gedeckt werden. 1949 wurden die Mietverhältnisse gelöst.
Da nun die Einnahmen fehlten, beschloss die Versammlung, einen Jahresbeitrag von 4 RM, zahlbar in vier Raten zu je 1 RM.

Die Rückerstattung des Vereinsvermögens bei der Militär-regierung war zu diesem Zeitpunkt schon beantragt. Hierbei setzte sich besonders das Mitglied Heinrich Holtmann ein. Ein weiteres Problem war die Instandsetzung und Erhaltung des Schützenhofes. Das Schützenhaus glich einer Ruine. In der Zeit der Holzknappheit war es der Verwüstung anheim gefallen. Auch die Dambergeiche ging auf diese Weise verloren. Ein besonderer Dank für die in den Kriegs- und Nachkriegsjahren geleistete Arbeit galt D. Demmer und W. Schmidt. Karl Mecklenbrauck und Frau, das erste Königspaar nach dem Krieg. Der 2. Vorsitzende H. Vedder trat im Juni 1950 zurück. Karl Mecklenbrauck wurde am 25.06.1950 als 2. Vorsitzender gewählt.

Am 21.05.1950 wurde die neue Vereinssatzung verabschiedet. Das erste Nachkriegsschützenfest wurde am 15. / 16. Juli 1950 gefeiert. Der 2. Vorsitzende Karl Mecklenbrauck wurde neuer König in der Mark. Dieses Fest war ein glänzender Auftakt. Ein solches Fest und solche Ausmärsche hatte die Marker Bevölkerung noch nicht gesehen. Schon beim Schützenfest 1950 herrschte während des Kindertanzes reges Leben und Treiben. Bei der Kinderbelustigung kamen sämtliche Kinder auf ihre Kosten. Seit 1953 wird regelmäßig am Montag nach dem Schützenfest ein Kinderschützenfest gefeiert.

Im Februar 1951 wurde das beschlagnahmte Vereinsvermögen durch die Militärregierung in Celle wieder frei gegeben. Im gleichen Jahr wurde die Wasserleitung auf dem Platz gelegt und Halle und Toilette ausgebessert. 1951 startete die Fackelpolonaise während des Schützenfestes, am Abend um 22.00 Uhr, erstmalig wieder wie in früheren Jahren zum Gut Heithof

125 Jahre Kirchspiel Märkischer Schützenverein
1952 wurde das Dach der Halle repariert und die Garderobe vergrößert.
Am 02. Februar 1952 feierte der Verein in der Gaststätte Bielefeld ein Fastnachtskränzchen. Die Teilnahme an der Gedenkfeier der Vereine am Ehrenmal gehörte für die Schützen zum festen Programm.

1952 wurde als Auftakt zum 125-jährigen Jubiläum am Freitag auf dem Schützenhof ein Gedenkstein enthüllt. Mit ihm wurden die drei Traditionsträger des Vereins, Damberg, Schmidt und Meyer, geehrt. Zur Ehre dieser drei Kameraden wurden außerdem drei Eichen gepflanzt. Kulturwart Pfarrer Karl Drewer hielt die Festansprache. Der Reiterverein Mark nahm in Ritterrüstungen am Festzug teil. König im Jubeljahr war Friedhelm Kattenbusch. Die Rechnungslage am 19.10.1952 wurde mit einem Herbstkränzchen mit einem Mettwurstessen verbunden.
Die Mitgliederzahl betrug zu dieser Zeit 252

Am 28.03.1953 wurde die Gründung einer Schießgruppe beschlossen. Mit dem Aufbau dieser Gruppe wurde der 2. Avantgardenkommandeur Fritz Kohlhase beauftragt.

W. Schmidt wurde am 13.03.1954 zum Major, Karl Mecklenbrauck und Wilhelm Meyer zum 1. bzw. 2. Hauptmann befördert. 1954 wurden die Garderobe und die Damentoilette vergrößert, das Eingangstor erweitert und ein zweites Kassenhaus gebaut.

Am 26.02.1955 trat Karl Mecklenbrauck aus gesundheitlichen Gründen zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Wilhelm Meyer als 1. Hauptmann und 2. Vorsitzender gewählt. Für die Königin wurde 1955 ein neues Diadem beschafft. Das alte Diadem wird seither für das Kinderschützenfest verwandt.

1958 wurde ein Teil der Halle erneuert. Der Oberbürgermeister der Stadt Hamm, Werner Figgen, wurde in diesem Jahr König in der Mark.

1962 wurde erstmalig ein Schützenfestfilm vom Schützenbruder Zwilling vorgeführt, der helle Begeisterung hervorrief.

Wegen seiner besonderen Verdienste für den Verein wurde der 1. Vorsitzende W. Schmidt 1964 zum Schützenoberst befördert.

1967 trat der 1. Vorsitzende W. Schmidt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Er hatte 29 Jahre die Geschicke des Vereins gelenkt und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Am 19.02.1967 wurde Fritz Kohlhase als neuer Vorsitzender gewählt. Auch unter seiner Leitung setzte sich der deutliche Aufwärtstrend weiter fort.

Die Marker Schützenhallen
Bei der Rechnungslegung 1964 wurde das Bauvorhaben 1965 erörtert. Geplant war der Bau einer neuen Küche und die Vergrößerung der Halle. In der Jahreshauptversammlung vom 07.03.1965 wurden die Mitglieder zur Mithilfe und zu einer Spendenaktion aufgerufen. Die Schlüsselübergabe für die neue Küche und die erweiterte Halle erfolgte während des Schützenfestes 1965. Der Dank galt allen Helfern und Spendern, die zum Gelingen dieses Bauabschnittes beigetragen hatten, besonders auch den Vorstandsmitgliedern Karl Schneider, Fritz Kohlhase und Johann Marquardt.

Im März 1971 schlug der Bauausschuss den Abbruch der alten Schützenhalle von 1900 und die Errichtung einer Halle von 16 x 25 m vor. Im Frühjahr 1972 wurde die Abbruch- und Baugenehmigung erteilt. Die Einweihung der neuen Haupthalle erfolgte am Freitag, dem 15.07.1972, während des Schützenfestes. Nach diesem Schützenfest wurde das vereinseigene Zelt verkauft.

1976 wurden die ersten Bausteine zum Bau einer Toilettenanlage verkauft. Rechtzeitig zum Jubiläum 1977 wurde sie fertig gestellt.

Am 06.03.1976 wählte man Friedhelm Hermeling zum 2. Vorsitzenden.

150 Jahre Kirchspiel Märkischer Schützenverein
1977 wurde die Schießgruppe gegründet. Jochen Stephan konnte 1978 22 Mitglieder melden.

Zum Jubiläum wurde am 18.05.ein Frühlingsfest mit den Westfälischen Nachtigallen gefeiert. Das Schützenfest begann am Freitag mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Burghügel Mark. Diese Tradition wird bis heute fortgesetzt. Am großen Festumzug durch die Mark beteiligten sich 1750 Schützen.

1981 wurde der Schießstand auf 6 Stände erweitert. Im gleichen Jahr feierte man den ersten Silvesterball. Es war ein voller Erfolg. Nach dem Krieg bis 1981 wurden auf dem Schützenplatz 341.000 DM investiert.

1982 ehrte man Rudi Kleine für 25 Jahre als Schellenbaum-Träger. Vogelbauer war zu dieser Zeit Gerd Kientopf, in späteren Jahren Karl Schwalenstöcker. 1982 hatte der Verein 530 Mitglieder. Die Avantgarde zählte 1986 52 und die Schießgruppe 38 Mitglieder.

1985 war die Weihe der neuen Kinderfahne. Es gab an besonderen Festen den Tanz in den Mai und einen Silvesterball.

1988 wurde der langjährige Vorsitzende Fritz Kohlhase zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Friedhelm Hermeling wurde zum 1, Vorsitzenden und Heinz Isenbeck zum 2. Vorsitzenden gewählt. Bei der Rechnungslage wurde der vom Schützenbruder Heinz Lämmerhirt gedrehte Film vom Schützenfest begeistert aufgenommen. In der Schützenhalle waren drei Bildschirme aufgestellt.

1990 wählte man Ulli Rethage und Rüdiger Lange in den Vorstand.

1991 stellte sich der 2. Vorsitzende Heinz Isenbeck aus Krankheitsgründen nicht zur Wahl. 2. Vorsitzender wurde Uli Rethage. Rüdiger Lange bestätigte man als 3. Hauptmann. Friedhelm Hermeling wurde Major.

Am 10.09.1994 startete das 5. Kaiserschießen des Stadtverbandes in der Mark. Stadtkaiserpaar war (seit 1989) Heinz Jürgen und Ulla Brünnemann aus der Mark. 1700 Schützen und 500 Musiker beteiligten sich am großen Festumzug.

In der Jahreshauptversammlung 1998 verzichteten der 1. Vorsitzende Friedhelm Hermeling und der 2. Vorsitzende Uli Rethage auf Wiederwahl. Friedhelm Hermeling wurde zum Ehrenmajor ernannt. Der Verein wurde von Rüdiger Lange als 1.Vorsitzenden und von Siegfried Niesel als 2. Vorsitzender übernommen. Ihnen stellte man im Jahr 2000 Christian Berghoff als 3. Hauptmann zur Seite.

Am 03.06.1999 fand das erste Kaiserschießen im Verein statt. Werner und Marianne Prinz waren das erste Kaiserpaar in der Mark. Sie wurden am 03.06.2000 von Herbert und Bärbel Camen abgelöst. 175 Jahre Kirchspiel Märkischer Schützenverein

2002 konnte Detlef Kleine die Kaiserwürde erringen. König des Jubelfestes wurde Matthias Althoff. Zu seiner Mitregentin erkor er seine Frau Hanni. Der große Festumzug mit geplantem Parademarsch fiel dem „Markaner Wetter“ zum Opfer!

2003 findet das erste Jungschützenschießen für die neu eingerichtete „Jugendabteilung“ der 13- bis 17-jährigen statt. Diese Gruppe wurde als Brücke zwischen Kinderschützen und Avantgarde eingerichtet. Die Mitgliederbewegung im Verein ist sehr positiv. 1989 waren es 561, 1993 636; 2003 bewegt sich der Verein in Richtung 800 Mitglieder. 50 Jahre Kinderschützenfest: Nick Kobrink und Vivian Baer neues Kinderkönigspaar 2004.

Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen musste die Vogelstange im Sommer 2005 umgebaut werden. Der Vogel ist nun nicht mehr auf eine senkrechte Stange aufgesetzt, sondern wird an die hintere Wand „aufgespießt“. Der Umbau wurde gerade rechtzeitig zum Avantgardenfest fertig. Der schon vorher gefertigte Vogel musste angepasst werden. Erster König der neuen Stange wurde somit Sebastian Stindt als Bierkönig 2005.

Im Dezember 2009 ging die Photovoltaikanlage auf der Südseite des Hallendaches (zur Marker Dorfstraße hin) in Betrieb. Nach der Hauptabnahme der Avantgarde im Juli 2010 wurde die neue behindertengerechte Toilette eingeweiht. Die Baumaßnahmen 2011 beschränktem sich auf die Erneuerung der zirka 50 Tische, die neue Beine und Tischplatten erhielten.

Im Mai 2011 wurde der Spielmannszug Mark gegründet. Peter Graf schaffte es in kürzester Zeit eine spielfähige Mannschaft zusammenzutrommeln und auszubilden, so dass neben kleineren Auftritten zum Schützenfest und Avantgardenfest 2011 am 18. März 2012 der erste musikalische Frühschoppen zusammen mit der Blasmusik Mark stattfand. Für den ersten musikalische Ereignis in dieser Form, zu Ehren des Spielmannszuges Mark und der Blasmusik Mark wurden dazu drei Eichen geplanzt.