Spielmannszug

Ein herzliches „Gut Klang“

Tradition kann auch Spaß machen, das ist zumindest die Erfahrung unserer zum Teil noch jungen Spielleute!

Viel Spaß in einer starken Gemeinschaft lassen auch in der heutigen Zeit noch Raum für das „etwas andere Hobby“.

Wir sind nicht altmodisch, sondern wir lieben Tradition und Althergebrachtes. Was unsere Väter und Großväter begonnen haben, sehen wir gern als unsere Verpflichtung an, es fortzuführen. Aber wir sind auch allem Neuen gegenüber sehr aufgeschlossen!

Versuch es mal, es geht. Zu Hause „Lady Gaga“ und bei uns „Preußens Gloria“!!! Bis jetzt hat noch jeder in unser Team gepasst. Und wer erstmal „drin“ ist, der ist auch geblieben!

Foto des Spielmannszuges

Wir begrüßen alle Freunde der Marsch- u. Spielmannsmusik sowie alle Freunde, Gönner und Mitglieder des Spielmannszuges Mark e.V. und wünschen viel Spaß beim „Durchklicken“ auf unseren Seiten!

Ohne uns ist Schützenfest nur halb so schön………

Militär- und Marschmusik, gestern und heute, Militärmusik gab es schon deutlich vor dem 17. Jahrhundert und war im eigentlichen Sinn als Zeichengebung von Signalen über entsprechende Entfernungen für die Truppen untereinander ein wichtiger Verständigungsbestandteil. Zudem war sie in der frühen Zeit als Taktgeber für die marschierenden Truppen unverzichtbar. Gerne wird dazu die Geschichte bemüht und darüber eine römische Schilderung zitiert: „Da Caesar sein Ziel erreicht hatte, ließ er zum Rückzug blasen…..“. So hörten auch die umliegenden Truppen die „Tuba“ und wußten, dass sie die „Richtung“ ändern mußten“.

Im Laufe der Zeit unterschieden sich dann auch die Fußtruppen von den berittenen Soldaten musikalisch. Während die Landsknechtheere sich an den Klang von Trommlern und Pfeiffern gewöhnten blieb den berittenen Truppen Pauken und Trompeten vorbehalten. Als die größeren Truppenverbände im 17. und 18. Jahrhundert immer mehr beim Marschieren den Gleichschritt von den „Obersten“ vorgeschrieben bekamen ging es auch einher mit einer Bereicherung des Taktschlagens durch zusätzliche Melodien, aus der letztlich die heutige Militärmusik entstanden ist. Durch die nunmehr entstehende Vielfalt von Kapellmeistern und deren Militärkapellen und Musikkorps entsteht im 19. Jahrhundert geradezu eine Inflation von Marschkompositionen. Sie unterscheiden sich insbesondere durch ihre landsmannschaftlichen Besonderheiten.

Preußische und bayrische Märsche sind ebenso gern gehört wie die Kompositionen der ehemaligen königlichen Hannoverschen Armee, der sächsischen und der hessischen Militäreinheiten. Zuletzt zählen auch die österreichischen Kompositeure zu den führenden Musikern im militärischen Marschmusikbereich. Die Marschvielfalt trat besonders hervor bei der Neueinführung von Regimentsmärschen. Jedes Regiment oder oft auch kleinere Militäreinheiten spielten dann stolz bei Paraden und feierlichen Anlässen ihren eigenen Regimentsmarsch.
So wurde auch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts oft die Marsch- u. Militärmusik dazu genutzt nicht nur den Gleichschritt zu halten sondern sehr oft auch zu motivationszwecken „missbraucht“ und auch für die Präsentation von Thesen, Diktaten oder Personen in den Vordergrund gestellt. So kam es oft genug, dass bestimmte Märsche noch heute mit bestimmten Personen des politischen oder öffentlichen Lebens in Verbindung gebracht werden. Es ist sicherlich nicht korrekt, praktisch jedes Stück im Marschtakt gleich der Militärmusik zuzuordnen. Auch muß berücksichtigt werden, dass manch deutscher Militärmarsch speziell aus dieser besonderen Zeit einen chauvinistischen Titel trägt oder an historisch kompromittierte Personen oder auch Städte, Gegenden oder Anlässe erinnert. Leider!

Trotz dieser Zuordnung einiger Märsche und Musikstücke mit dem „überwundenen“ Regime bestand in der Folge zwar lange Zeit ein fader Beigeschmack beim Anhören von Militärmusik. Doch im Verlauf der Zeit waren es kleine musikalische Gruppen, die sich diesem musikalischen Thema wieder näherte um dann mehr und mehr auch wieder vom Bundesgrenzschutz oder der Polizei und deren musikalischen Gruppen intoniert zu werden. Was dann auch dazu führte, dass die neu gegründete Bundeswehr sich mehr und mehr wieder mit eigenen Stabsorchestern diesem Thema annäherte und wieder die Marsch- und Militärmusik hoffähig machte.

So ist in der heutigen Zeit für viele Menschen die Militärmusik quasi nicht mehr vorhanden. Zumal sie von den öffentlich-rechtlichen Medien nicht mehr vorgestellt bzw. verbreitet wird. Im Gegenteil. Sie wird oft als seltsam und nicht mehr zeitgemäß angeprangert. Die Ausführenden werden oft als altmodisch, traditionell, ewig gestrige mit Hang zum Militärischen dargestellt und oft genug als „Außenseiter“ angesprochen. Marsch- und Militärmusik ist als lebendiges musikalisches und kulturgeschichtliches Erbe nicht mehr im Bewußtsein vieler Menschen vorhanden. Auch nicht bei Musikern und oder deren Kritikern, die Musik heute auf vielen anderen Ebenen hervorheben. Schade!

Es ist heute leider nicht mehr jedem „Musikliebhaber“ bewußt, dass die heutigen sinfonischen Blasorchester auf der Besetzung der preußischen Militärorchester des 19. Jahrhunderts beruhen und sich daraus entwickelt haben. Musikalisch gesehen ist es heute nicht mehr von Bedeutung, dass es vor dem Einzug von Radio und Fernseher oder der Schallplatte oft genug Militärorchester in den Städten vorbehalten blieb, für die musikalische Unterhaltung verantwortlich gewesen zu sein. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es die Militärmusiker, die den Kulturbetrieb in den Opernhäusern bestritten, weil es noch viel zu wenig zivile Orchester gab.

Marschmusik scheint verpönt. Doch die vielen Schlager und „Gassenhauer“ aus der Feder vieler früherer Militärmusiker werden auch heute noch bei Schützen- oder Karnevalsveranstaltungen lauthals mitgesungen. Gute Laune bei Bier ist verständlich. Aber die Fortführung dieses musikalischen Ursprungs zu akzeptieren gehört heute leider nicht mehr zum „guten Ton“. Daher sei all denen gedankt, die sich dieser ursprünglichen Art Musik zu machen verschrieben haben und sich nicht durch die Vielfalt der heutigen Art Musik zu machen oder zu hören entmutigen lassen.

Es gehört heute schon ein bisschen Mut und Enthusiasmus dazu, mit Stolz diese ursprüngliche Art des Musizierens weiter zu betreiben und sich öffentlich dazu zu bekennen. Dies gilt insbesondere für die vielen Tambourkorps und Spielmannszüge, die bei den Schützenfesten und Karnevalszügen nicht wegzudenken sind, aber darüber hinaus oft genug belächelt werden.

Wir danken auf jeden Fall allen Spielmännern/frauen dieser Welt, die sich diesem traditionellen Hobby anschließen und dafür sorgen, dass in der musikalischen Artenvielfalt diese ursprüngliche Art weiterhin Bestand und Freunde hat. Daher bleibt auch die Erkenntnis: „Ohne uns ist Schützenfest nur halb so schön!“

Der Spielmannszug Mark e.V. hat sich die Förderung der Volksmusik und ortsverwandter Bestrebungen und damit die Pflege von bodenständiger Kultur, des Brauchtums und des Heimatgedankens zum Ziel gesetzt.

Insbesondere durch die Ausübung der Spielmannsmusik durch regelmäßige Proben und musikalische Arbeit, durch die Ausbildung von Musikern und Jungmusikern, der Förderung der Jugendpflege, der Jugendbildung und Jugendausbildung sowie Durchführung von und die Teilnahme an Musikveranstaltungen, Konzerten und öffentlichen Auftritten.

Um diese Ziele zu erreichen und einen möglichst großen Kreis von Interessenten anzusprechen, ist die Mitgliedschaft mit keinerlei Verpflichtung verbunden. Beiträge werden nicht erhoben. Der traditionelle Blaukittel sowie Instrumente und Lehrmittel werden gestellt.

Im Mai 2011 fiel der Startschuß. Schnell fanden sich durch die entsprechenden Aktionen über 30 Interessierte in der Marker Schützenhalle ein, um sich über den neuen Verein zu informieren. Letztlich verblieben zunächst 28 angehende Spielleute. Der jüngste gerade mal fünf Jahre alt. Der älteste mit 55 Jahren. Und so gibt es eine Altersstruktur, die eigentlich die gesamte Bandbreite abdeckt.

Vom i-Männchen bis zu den Teenies und Teenagern. Aber auch darüber hinaus gibt es noch Mitglieder bis ins „hohe Mittelalter“! Ganz besonders stolz sind wir auf all unsere „Neustarter“, die mit dazu beigetragen haben, dass wir schon nach so kurzer Zeit ein verlässlicher musikalischer Partner für unseren Schützenverein werden konnten.

Zum Startschuss standen schon die ersten Spielleute bereit.
Schnell wurden durch entsprechende Aktivitäten neue Interessenten gefunden. Acht mehr oder weniger erfahrene Spielleute und zweiundzwanzig Neuanfänger. Eine echte Aufgabe!

Der Probenbetrieb nahm Fahrt auf und schnell sollte sich zeigen, dass sich hier mit viel Fleiß und Energie ein Klangkörper formte, der nicht nur den Aktiven Spaß bereitete sondern auch im Kirchspiel Märkischen Schützenverein sowie bei Freunden und Gönnern „Anklang“ fand.

Bei uns darf jeder, der Brauchtum und Schützenwesen liebt und sich der Tradition verpflichtet fühlt, ausprobieren, ob er sich dem „etwas anderen Hobby“ widmen möchte.

Marschmusik spielen heißt nicht, dass man nicht auch andere Musik hört oder mag.

Bei uns heißt Marschmusik viel Spaß in einer starken Gemeinschaft und in einem Team, in dem man sich rundum wohlfühlt!!!

Hervorgegangen aus dem Kirchspiel Märkischen Schützenverein 1827 e.V. Hamm-Mark ist der Spielmannszug mittlerweile ein eigenständiger Verein mit eigenem Vorstand und eigener Satzung.

Das ändert aber nichts an der Zugehörigkeit, dem Wertegefühl und dem Zusammenhalt zwischen Schützen und Spielleuten.

Entscheident ist, dass sich die Spielleute inmitten der Schützen und in den Räumlichkeiten der Marker Schützenhalle und somit in der Gemeinschaft des Kirchspiel Märkischen Schützenvereins richtig gut aufgehoben und pudelwohl fühlen!

Ziele

Nach dem „Schnuppermusizieren“ hat unsere Truppe eine rasante Entwicklung genommen. Ausgestattet mit komplett neuen Instrumenten sind wir unserer Zeitplanung weit voraus.

Natürlich können wir uns vom Repertoire her noch nicht mit „gestandenen“ Spielmannszügen, die seit Jahrzehnten ihrem Hobby nachgehen, vergleichen.

Jedoch sind wir auf einem guten Weg!

Derzeit, nach knapp sechs Jahren (Stand August 2018) umfasst unser Repertoire 80 Einzelstücke. Hierzu zählen u.a. natürlich die althergebrachten Standardmärsche wie Preußens Gloria, Waidmannsheil oder Marsch Friedrich des Großen. Darüber hinaus haben wir uns der österreichischen Marschmusik verschrieben.

Hier verfügen wir mittlerweile über ein breit gefächertes Repertoire, das sonst eher nicht in unseren „Breitengraden“ im Spielmannswesen zu hören ist. Und ganz wichtig: Immer auch können wir unsere Stücke mit der Blasmusik zusammen spielen! Abgerundet wird unser „Melodienfundus“ durch diverse Volks- und Stimmungslieder.

Ebenso bieten wir den Großen Zapfenstreich und auch das „Ausschwenken“ bei der Königsparade an. Natürlich arbeiten wir weiter an uns und unserem Repertoire! Um es kurz zu machen, wir haben unser erstes Ziel erreicht! Noch ganz jung, aber schon komplett im Angebot! …..und anders als die anderen…….

.……und ohne uns ist Schützenfest nur halb so schön………….

Ob Schützen- oder Avantgardenfeste, Jubiläen, Garten- oder Vereinsfeste und sonstige Festivitäten, wir unterhalten Sie gern!

Terminanfragen an:

C. Gormann
0173 743 7504

Ausbildung
Ausbildung wird bei uns GROSS geschrieben!

Wir suchen ständig neue Spielleute, egal für welches Instrument! Unser Übungsbetrieb funktioniert reibungslos und das Übungsleiterteam freut sich über jeden neuen Interessenten, der mal „hinein schnuppern“ möchte. Instrumenten- oder Notenkenntnisse sind nicht erforderlich!!!

Unsere Methode und unser Engagement garantieren, dass bereits nach kurzer Zeit der Schritt in den Kreis der Aktiven möglich ist!!! Dem Alter setzen wir keine Grenzen, Talent ist wichtig!

Natürlich immer ohne Verpflichtung, kein Beitrag, keine Kosten für Instrumente oder Uniform! (Lediglich für schwarze Schuhe sowie für schwarze und weisse Hose hat Spielmann/Frau zu sorgen!!!)

Unsere Übungszeiten:
Mittwochs – Flöten-Kids  | 18.00 Uhr – 18.30 Uhr
Mittwochs – Anfängertrommelgruppe  | 18.00 Uhr – 18.30 Uhr
Dienstags – Die Flötisten (Fortgeschritten) | ab 19.00h
Mittwochs – Der gesamte Zug | 18.30 Uhr  – 20.00 Uhr

Diverse „Sonderübungsstunden“ jeweils nach Vereinbarung!
Geübt wird in den Räumen der Marker Schützenhalle,
Marker Dorfstrasse 45, 59071 Hamm

FRAGEN??
Telefonisch unter
0177 788 9965 (P. Graf)
oder zu den angegebenen Zeiten in der Marker Schützenhalle

Für die Ausbildung zeichnen verantwortlich:
Peter Graf
Musikalischer Leiter
(für alle Instrumentenbereiche)

Fabian Herbertz 1. Stabführer
Trommelausbildung.
Sandra Herbertz
Flötenanfänger