Avantgarde Mark

Der erste Kommandeur Nils Falkowski konnte am letzten Samstag im August beim Avantgardenfest mit dem 262. Schuss die Reste des Adlers von der Stange holen. Zu seiner Königin erkor er Michelle Hirschfeld.
Die Insignien sicherten sich Jonas Gregorszewski (Zepter, 18. Schuss), Jan Frenking (Apfel, 8. Schuss und Fass, 42. Schuss), sowie Moritz Coers (Krone, 86. Schuss).
Weitere Bilder in der Bildergalerie.

1. Kommandeur: Nils Falkowski
2. Kommandeur: Pascal Kuss
1. Kassierer: Daniel Wortmann
2. Kassierer: Felix Böker
1. Schriftführer: Leon Wilke
2. Schriftführer: Steffen Gerwin
3. Zugführer: Fabian Figgen
Bannerträger: Moritz Coers
Laubenwarte: Klaus Nebelung, Jonas Gregorszewski
Reserveoffiziere: Christopher Beier, Florian Erning, Kevin Schuba

Avantgardenlieder

Hier finden Sie unsere Avantgardenlieder als pdf zum Download.

Historie

111 Jahre Avg Mark

Hier können Sie sich eine kleine Geschichte der Avantgarde Mark aus der Festzeitschrift zum 175 jährigen Jubiläum des Kirchspiel Märkischen Schützenvereins im Jahre 2002 lesen.

In der außerordentlichen Generalversammlung vom 16.08.1891 bei der Ww. Haumann in der Südenfeldmark wurde die Gründung einer Avantgarde genehmigt. Hierzu war eine Satzungsänderung notwendig. Zur Festlegung der Bedingungen und Vorbereitungen der Satzungsänderung bildete man eine Kommission. Ihr gehörten an: G. Quadfasel, W. Knauft, W. Heßfeld, W. Vogt, W. Vogel, F. Mecklenbrauck und H. Damberg.

Am 30.08.1891 erfolgte die Gründung. Erster Kommandeur wurde Gottlieb Kleine. Als Offiziere für den 2. und 3. Zug wählte man Friedrich Mecklenbrauck und Wilhelm Kleine. Jedes Mitglied zahlte eine Mark in die Kasse. Der Jahresbeitrag wurde auf zwei Mark festgesetzt. Abzeichen der Avantgarde war eine über die rechte Schulter getragene Schärpe in grün – weiß. Beim Königsschießen war im blauen Kittel und schwarzer Mütze, bei sonstigen Anlässen im dunklen Anzug mit Hut, aber immer mit Gewehr zu marschieren.

Bereits früher gab es beim Kirchspiel Märkischen Schützenverein eine Avantgarde. So ist im Protokoll vom 20. April 1884 zu lesen, dass die Büchsen der früheren Avantgarde an diejenigen Schützen ausgelost werden sollten, die am Vogelschießen teilnahmen. Über den Zeitpunkt der Gründung und der Auflösung dieser frühen Avantgarde kann heute leider nichts mehr in Erfahrung gebracht werden. 1904 bezahlte der Hauptverein für die Avantgarde ein Strafmandat von 15 Mark wegen eines „öffentlichen Aufzuges“. Regelmäßig wurde an der Sedanfeier teilgenommen und Rekrutenabschied gefeiert. Am 01.01.1905 wurden fünf einberufene Avantgardisten verabschiedet. Jeder erhielt eine „Wichsbürste“ zum Preis von drei Mark. Ein Fass Bier (27 l) wurde getrunken. Für Musik wurde zwölf Mark ausgegeben. 1914 betrug der Bierpreis für die Garde 35 Pfennig pro Liter. Mit Kriegsbeginn 1914 endeten die Aktivitäten. Im Kriegsjahr 1914 sind zwölf Avantgardisten gefallen.

Nach dem 1. Weltkrieg traf sich die Avantgarde erstmals am 06.06.1920 mit 51 Mitgliedern. Laut Beschluss von 10.11.1928 wurde jährlich 50 Mark für ein neues Banner bei der Spar- und Darlehnskasse Mark hinterlegt. 1929 wurde die Avantgardenlaube mit wildem Wein bepflanzt. Am 25.07.1929 startete eine Kremserfahrt nach Schlotmann in Eilmsen. Die Wagen stellten H. Meyer, F. Holsräter und W. Wilms. Nach dem Kaffeetrinken bei Sonnenschein fand das erste Bierkönigschießen statt. König wurde Karl Marquart. 1930 wurde Hermann Meyer zweiter Bierkönig. Der Verein gewährte der Avantgarde zur Anschaffung eines Banners einen Zuschuss von 50 Mark. Am Freitag, dem 20.06.1930, nach dem Aufsetzen des Vogels, wurde nach einem Vorsprung von Fr. Hedwig Rose das neue Banner durch den 1. Adjutanten und Ehrenmitglied der Avantgarde, H. Meyer, geweiht. Das alte Banner sollte einen ehrenvollen Platz bekommen. Nach den Worten von H. Meyer sollte das neue Banner ein Sinnbild sein, um das sich alle scharen. Die Avantgarde bezeichnete er als das sprießende Reis des Vereins. Er schloss mit dem Wunsch, dass Schützen und Avantgarde allzeit treu zusammen stehen möchten. 1933 hatte die Avantgarde 31 Mitglieder. Der Beitrag betrug zwei Mark, für Arbeitslose eine Mark. Beim Schützenfest galt der Dank den Gardisten, die aus den Arbeitsdienstlagern gekommen waren. Am letzten Schützenfest vor dem 2. Weltkrieg, das August 1939 gefeiert wurde, nahmen neun Avantgardisten teil. Die übrigen Mitglieder waren bereits beim Arbeitsdienst oder bei der Wehrmacht.

Nach elf Jahren Pause traf sich die Avantgarde am 30.04.1950. Unter Leitung ihrer Kommandeure W. Rahe und Friedhelm Kattenbusch nahm sie am 1. Nachkriegsschützenfest teil, das am 15. und 16. Juli gefeiert wurde.

1951 feierte man das 1. Bierkönigschießen nach dem Krieg. König wurde Helmut Vothknecht. Zum 125jährigen Jubiläum des Kirchspiel Märkischen Schützenvereins im Jahre 1952 schmückte die Avantgarde schon Tage vor dem Schützenfest (19. und 20.07.) die Straßen in der Mark mit Fähnchen und Girlanden.

Aus vielen Protokollen ist ersichtlich, dass der Verein stolz auf seine Avantgarde war. 1966 feierte die Avantgarde ihr 75jähriges Jubiläum unter der Leitung ihrer Kommandeure H. D. Möller und Horst Möller. Der Beitrag betrug zu dieser Zeit 6,50 DM jährlich. Das Bierkönigschießen fand am 26.09.1970 auf Scheiben statt. König wurde Walter „Schelde“ Rosendahl. Diese Art des Vogelschießen stieß aber nicht auf sehr viel Gegenliebe, so dass man 1971 wieder den Kampf um die Bierkönigswürde mit einem Vogelschießen durchführte. Am 27.05.1972 beteiligte man sich am Treffen aller Avantgardisten in Wiescherhöfen. Im gleichen Jahr spendete die Avantgarde 500 DM für ein Fenster in der neuen Schützenhalle. Ein Umbruch wurde in den Jahren 1974 / 1975 durch den damaligen 1. Kommandeur Ulli Rethage eingeleitet. Durch seinen unermüdlichen Einsatz bei vielen jungen Leuten wurde wieder das Interesse für die Avantgarde geweckt, so dass in den folgenden Jahren bis 1977 ein stetiger Anstieg der Mitgliederzahl zu verzeichnen war und bis 1997 angehalten hat. In den Jahren zuvor hatte das Interesse mangels Überalterung sowie durch das Aufkommen anderer, neuerer Freizeitgestaltung sehr nachgelassen. In diesen Jahren wurde auch in der Laube der Fußboden und die Lichtanlage erneuert. Aktiv beteiligte sich auch die Avantgarde am 150jährigen Jubelfest durch Transparentmalen für die Ortseinfahrten in Mark. Auch das Eiersammeln am Montagmorgen erlebte eine Wiederauferstehung. Es wurde bis in die neunziger Jahre hinein ein fester Bestandteil des Schützenfestes und führte zu manch lustiger Angelegenheit, die bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Der Avantgarde wurde zu dieser Zeit auch das Leben schwer gemacht. Stetig ansteigende Bierpreise führten dazu, dass die Avantgarde durch geschlossenes Auftreten während der Jahreshauptversammlung dieser Preisforderung Einhalt gebieten konnte. Das Avantgardenfest wurde von der Rechnungslage des Hauptvereins gelöst und auf einem eigenen Termin, Mitte September gefeiert. Als zusätzliche Auszeichnung für das Bierkönigschießen wurde der „Wilfried Wiße Pokal“ für denjenigen gestiftet, der das Fässchen abschoss. In den darauf folgenden Jahren wurde der Termin dann auf den letzten Samstag im August festgelegt und bildet seit dem einen festen Bestandteil in unserem Vereinsleben. Aus den Reihen der Avantgarde wurde im Jahr 1977 wieder einmal versucht, eine Schießgruppe unter der Leitung von Jochen Stephan, Norbert Zicholl und Manfred Erdmann innerhalb der Vereins zu etablieren, nachdem die in den fünfziger Jahren gegründete Schießgruppe nicht mehr bestand. Nach anfänglichen Erfolgen bei Rundenwettkämpfen, Erringung des OB Pokals der Ostener Avantgarden und einigen selbst durchgeführten Pokalschießen um den Pokal des „Grafen Adolf von der Mark“ musste der Schießbetrieb auf Grund mangelnden Interesses nach elf Jahren eingestellt werden. 1978 wurde eine neue Holztheke in der Laube errichtet. Eine Fußballmannschaft aus den Reihen der Avantgardisten wurde 1979 ins Leben gerufen. Sie schloss sich dem VFL Mark, obwohl große Skepsis seitens des Vorstandes bestand, als „3. Mannschaft“ an und wurde erst nach über zwanzig Jahren aufgrund mangelnder Spieler wieder vom Spielbetrieb zurückgezogen.

1979 gab der Kommandeur K. H. Wüste dem Stadtverband die Zusage zur Ausrichtung des Stadtavantgardentreffens im Jahre 1980. Im Oktober 1979 stand die Avantgarde unter ihrem neuen Kommandeur Friedwilm Kohlhase erstmals wieder Spalier und ließ damit wieder eine alte Tradition auferstehen. Mit über 25 Avantgardisten fuhr man nach Herringen, um an der Trauung des ehemaligen Kommandeurs Ulli Rethage und seiner Frau Renate teilzunehmen. 1980 wurde das Stadtavantgardentreffen mit großem Erfolg ausgerichtet. Im Jahre 1981 begann der Avantgardenvorstand erstmalig eine eigene Satzung in „mehreren anstrengenden Sitzungen“ auszuarbeiten. Sie wurde 1982 von der Versammlung angenommen und ist bis heute in Kraft.

1982 wurde auch der Austritt aus dem Stadtverband beschlossen. Mangelndes Interesse sowie einige unschöne Vorkommnisse auf Veranstaltungen vom Stadtverband führten zu diesem Entschluss, der dann zusammen mit den befreundeten Avantgarden von Uentrop-Haaren und Braam-Ostwennemar vollzogen wurde. Dieser Austritt hatte dazu geführt, dass sich der Kontakt zu den befreundeten Avantgarden seitdem noch vertieft hat. Die Theke in der Laube musste abermals erneuert werden. Den Thekenaufbau holten die beiden Kommandeure aus Osnabrück. Unter Mithilfe der Schützenbrüder Prinz und Hegemann wurde eine neue, gemauerte Theke errichtet. Kremserfahrten, sowie Fahrrad-Orientierungsfahrten gehörten zum damaligen Veranstaltungskalender. 1982 bekommen die beiden Kommandeure Stimmrecht im erweiterten Vorstand.

Folgende Anekdoten seien noch erwähnt. Im Jahre 1983 musste die Avantgarde an zwei Plätzen, Geithe und Norddinker, Laub schlagen. Nachdem die Truppe in Norddinker vier Wagen voll aufgeladen hatte, wurde sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie doch im falschen Busch das Laub geschlagen hatte. Schnell wurde der Ort des Vergehens verlassen, um anschließend mit eine „Pulle Schluck“ und einem Strauß Blumen Abbitte zu leisten.

Im Herbst wurden dann noch regelmäßig Fahrten zur Nordsee oder nach Skandinavien unternommen. Danach ging es dann weiter südlich über Bremen und Holland an die Hochburgen am Rhein, wie Rüdesheim und Boppard.

1985 erfolgte eine größere Dachreparatur der Laube. Unter den Kommandeuren Mathias Althoff und Detlef Kleine ergab sich wiederum ein Generationswechsel.

Die Avantgarde war bis auf 56 Mitglieder im Jahr 1987 angewachsen. Da sie sich auch in den Folgejahren großer Beliebtheit erfreute, sank die Zahl der Gardisten trotz des Generationenwechsel bis zum 100jährigen Avantgardenjubiläum im Jahr 1991 nur geringfügig auf 40. Das 1930 geweihte Banner wurde zum Jubiläum umfassend restauriert und erhielt zum Schützenfest 1991 einen von den ehemaligen Kommandeuren gestifteten neuen Bannerstock und Bannerstab nebst Wimpel. Am 31.08.1991 konnten dann 13 Gastavantgarden auf dem Marker Schützenplatz von den Kommandeuren Christian „Kicker“ Berghoff und Christoph Mingenbach begrüßt werden. Mit vier Spielmannszügen und über 500 angetretenen Avantgardisten wurde unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Sabine Zech ein Höhepunkt in der Geschichte der Avantgarde gefeiert. Um die Schießtätigkeit der Avantgarde anzuregen, stiftete der Gardist Matthias Althoff auf der Jahreshauptversammlung 1991 einen Pokal, der seit 1992 jährlich unter den Gardisten geschossen wird.

Ab 1993 erfolgte dann eine umfangreiche Neugestaltung der Laube. Nach unzähligen Diskussionen mit dem Hauptverein wurde vor der Laube ein kleiner Biergarten mit Palisaden abgeteilt und gepflastert, die Decke und die Innenwände der Laube erhielten ein neues Aussehen, es wurden Be- und Entlüfter, sowie eine neue Beleuchtung und Elektrik verlegt, so dass man heute zu Recht von der Laube als einem Schmuckstück reden kann.

Aber nicht nur an die eigene Laube wurde gedacht. Im Jahr 1993 wurde sich mit 800 DM an den Kosten der Dacherneuerung an der Schützenhalle beteiligt.

Um auch beim Laubverteilen, der Hauptabnahme und anderen gemeinsamen Freizeitaktivitäten ein einheitliches Bild abzugeben, wurden 1995 mit dem Wahlspruch der Avantgarde bedruckte T-Shirts angeschafft. Durch die zahlreichen Ausmärsche sichtlich in Mitleidenschaft gezogen und nicht mehr zu reparieren, musste ein neues Banner angeschafft werden. Die Bannerweihe fand am 17.07.1998 im Anschluss an dem ökonomischen Gottesdienst auf dem Burghügel statt. Ein Großteil der Kosten in Höhe von ca. 3.500 DM konnte durch eine Tombola und mehrere großzügige Spenden gedeckt werden. Das neue Banner ist ein Duplikat des bisherigen und trägt auf der Rückseite ebenfalls den Wahlspruch der Marker Avantgarde:

„Einigkeit macht stark“:

Auch personell wurde ab 1998 ein weiterer Generationenwechsel vollzogen. Trotz vielfältiger Aktivitäten wie Biwak, Grillabende, Weihnachtsmarktbummel oder der Besuch anderer Schützenfeste stagniert die Zahl der Gardisten zur Zeit bei ca. 20 Mitgliedern. Dass diese für Marker Verhältnisse relativ kleine Garde durchaus kein Nachteil sein muss, verdeutlicht ein Satz des aktuellen Kommandeurs Stephan Klaus: “Mir sind 15 oder 20 Gardisten, auf die ich mich verlassen kann, die mitmachen, wenn es um die Avantgarde oder den Schützenverein geht, deutlich lieber als eine Garde mit 30 oder 40 Gardisten, wo sich kleine Grüppchen bilden, die sich untereinander nicht einig sind und sich gegenseitig blockieren“.

© Friedrich Wilhelm Kohlhase, Ulli Ophaus und Friedrich Neuhaus.

Avantgardenkaiser

  • 1991 Dieter Frommann
  • 1996 Uwe Brinckheger
  • 2001 Christian Berghoff
  • 2006 Jörg Beier
  • 2011 Falk Ruschke
  • 2014 Peter Werner
  • 2016 Tobias Kellermann

Bierkönigspaare ab 1929

  • 1929 Karl Marquardt
  • 1930 Hermann Meier
  • 1931 Wilhelm Rosendahl
  • – nicht übermittelt –
  • 1935 Emil Gerwin und Hilde Poggel
  • 1936 Wilhelm Lehmkemper
  • – nicht übermittelt –
  • 1951 Helmut Vothknecht und Lotte Droste
  • 1952 Helmut Schwenner und Anni Kröner
  • 1953 Helmut Potthoff und Inge Freitag
  • 1954 Karl-Heinz Paulfeuerborn und Gisela Schmidt
  • 1955 Karl Schickramm und Marianne Gerwin
  • 1956 Karl-Heinz Paulfeuerborn und Gisela Schmidt
  • 1957 Helmut Claus
  • 1958 Hans-Dieter Möller und Annegret Knauft
  • 1959 Karl Meyer und Erika Giebert
  • 1960 Heinz Isendbeck und Erika Knäpper
  • 1961 Heinz Schulte und Ina Bruse
  • 1962 Helmut Kientopf und Helga Bruse
  • 1963 Heinz Schulte und Ina Bruse
  • 1964 Horst Möller und Annegret Knauft
  • 1965 Dieter Frommann und Gisela Kleps
  • 1966 Jürgen de Buer und Brunhilde Althoff
  • 1967 Heinz Stießel und Ellen Rosendahl
  • 1968 Bernd-Dieter Eustermann und Gudrun Zicholl
  • 1969 Werner Rosendahl und Gudrun Zicholl
  • 1970 Walter Rosendahl und Gudrun Zicholl
  • 1971 Werner Althoff und Annegret Erdelkamp
  • 1972 Ralf Herold und Silvia Herold
  • 1973 Kurz Brinckheger und Gabi Beck
  • 1974 Friedhelm Rethage und Annegret Petersmann
  • 1975 Kurt Brinckheger
  • 1976 Erich Cordes und Karin Brennecke
  • 1977 Ulrich Rethage und Renate Kortenbruck
  • 1978 Rüdiger Lange und Kirsten Schmalz
  • 1979 Wolfgang Plesser und Kirsten Möhke
  • 1980 Thomas Mecklenbrauch und Angelika Ortmann
  • 1981 Rüdiger Lange und Silvia Knorr
  • 1982 Holger Pauli und Sylvia Türk
  • 1983 Rolf Gerwin und Heike Wiesner
  • 1984 Rüdiger Lange und Silvia Knorr
  • 1985 Detlev Kleine und Sabine Arndt
  • 1986 Jörg Beier und Susanne Schulte
  • 1987 Guido Brünnemann und Sandra Niesel
  • 1988 Ulrich Brinckheger und Marion Rinsche
  • 1989 Roland Rinsche und Iris Holtmann
  • 1990 Jörg Kleine und Martina Illgner
  • 1991 Uwe Brinckheger und Beate Kellermann
  • 1992 Christian Berghoff und Simone Stricker
  • 1993 Bernd Meyer und Sabine Köster
  • 1994 Heiko Thiermann und Carina Chraponski
  • 1995 Olaf Mennenkamp und Susanne Mennenkamp
  • 1996 Christian Berghoff und Simone Stricker
  • 1997 Guido Schäfer und Nicole Schäfer
  • 1998 Olaf Mennenkamp und Melanie Mashänser
  • 1999 Olaf Niesel und Tanja Gwizdek
  • 2000 Falk Ruschke und Alice Tyman
  • 2001 Matthias Richter und Mei Ling Chen
  • 2002 Kai Borgschulze und Anica Borgschulze
  • 2003 Christian „Balu“ Langer und Kathleen Pelster
  • 2004 York Scheele und Carina Holle
  • 2005 Sebastian Stindt und Dorle Steins
  • 2006 Sebastian Binger und Sabrina Becker
  • 2007 Patrick Seelig und Yvonne Götze
  • 2008 Kai Borgschulze und Nicole Winterscheid
  • 2009 Tobias Kellermann und Laura Kunkel
  • 2010 Daniel Kleine und Deborah Mojzych
  • 2011 Jan Reisdorf und Marina Koppenhöfer
  • 2012 Kai Baranowski und Laura Gantenbrinker
  • 2013 Peter Werner und Nicole Stephan
  • 2014 Kolja Funk und Sophia Hegener
  • 2015 Thilo Elsner und Rachel Kolkmann
  • 2016 Marcel und Carolin Coers
  • 2017 Niklas Hermeling und Sinja Graf
  • 2018 Nils Falkowski und Michelle Hirschfeld

Kommandeure

Hier findet ihr eine Auflistung der Kommandeure der Avantgarde Mark seit 1891. Der Erstgenannte ist jeweils der 1. Kommandeur, der Zweitgenannte der 2. Kommandeur.

  • 1891-1893 Gottlieb Kleine & Friedrich Mecklenbrauch
  • 1894-1895 Wilhelm Kleine & Fritz Schröder
  • 1896 Fritz Hölscher & Fritz Schröder
  • 1897-1898 Heinrich Schmidt & Gottfried Mennenkamp
  • 1899-1900 Heinrich Schmidt & Heinrich Schwenner
  • 1901 Dietrich Schmidt & Heinrich Schwenner
  • 1902-1903 Dietrich Schmidt & Dietrich Neuhaus
  • 1904 Fritz Schmidt & Gustav Westermann
  • 1905 Gustav Westermann & August Schlieper
  • 1906-1907 Wilhelm Luley & August Schlieper
  • 1908 Wilhelm Luley & Fritz Luley
  • 1909 Wilhelm Luley & August Schlieper
  • 1910 August Schlieper & August Schlieper
  • 1911 August Altrogge & Heinrich Rose
  • 1912-1913 Dietrich Niggemann & Fritz Coers
  • 1914 Heinrich Vohs & Theodor Budde
  • 1915-1919 1. Weltkrieg – keine Aktivitäten
  • 1920 Heinrich Vohs & Wilhelm Luley
  • 1921 Heinrich Braukmann & Fritz Eckardt
  • 1922 Fritz Röttger & Wilhelm Witte
  • 1923 Fritz Eckardt & Karl Rose
  • 1924-1926 Fritz Eckardt & Ernst Steimann
  • 1927 Ernst Steimann & Joseph Hessfeld
  • 1928-1930 Joseph Hessfeld & Wilhelm Rosendahl
  • 1931-1934 Wilhelm Rosendahl & Fritz Isenbeck
  • 1935-1936 Wilhelm Rosendahl & Heinrich Vedder
  • 1937-1939 Heinrich Vedder & Walter Rosendahl
  • 1940-1949 2. Weltkrieg – keine Aktivitäten
  • 1950-1951 Wille Rahe & Friedhelm Kattenbusch
  • 1952-1953 Hans Zicholl & Fritz Kohlhase
  • 1954-1955 Fritz Kohlhase & Helmut Potthoff
  • 1956-1957 Fritz Kohlhase & Norbert Potthoff
  • 1958 Norbert Potthoff & Werner Bielefeld
  • 1959-1960 Norbert Potthoff & Heinz Isenbeck
  • 1961 Heinz Isenbeck & Heinz-Friedrich Hegemann
  • 1962-1963 Heinz-Friedrich Hegemann & Karl August Knauft
  • 1964-1965 Karl August Knauft & Hans-Dieter Möller
  • 1966 Hans-Dieter Möller & Horst Möller
  • 1967 Hans-Dieter Möller & Dieter Frommann
  • 1968 Heinz-Dieter Schulte & Dieter Frommann
  • 1969 Heinz-Dieter Schulte & Wilfried Rosendahl
  • 1970 Günter Rosendahl & Heinz-Werner Follert
  • 1971 Heinz-Werner Follert & Friedhelm Rethage
  • 1972 Friedhelm Rethage & Ralf Herold
  • 1973 Ralf Herold & Ulrich Rethage
  • 1974 Ulrich Rethage & Werner Schlottmann
  • 1975-1977 Ulrich Rethage & Kurt Brinckheger
  • 1978-1979 Karl-Heinz Wüste & Jochen Stephan
  • 1979-1980 Friedwilm Kohlhase & Erich Cordes
  • 1981-1982 Friedwilm Kohlhase & Rüdiger Lange
  • 1983-1984 Friedwilm Kohlhase & Hans-Dieter Isenbeck
  • 1985 Mathias Althoff & Deflev Kleine
  • 1986-1988 Deflev Kleine & Jörg Isenbeck
  • 1989-1990 Jörg Isenbeck & Dirk Wenzel
  • 1991-1992 Christian Berghoff & Christoph Mingenbach
  • 1993-1994 Christian Berghoff & Thorsten Kuss
  • 1995-1997 Uwe Brinckheger & Frank Plattfaut
  • 1998-1999 Uwe Brinckheger & Stephan Klaus
  • 2000 Uwe Brinckheger & Olaf Niesel
  • 2001-2002 Stephan Klaus & Olaf Niesel
  • 2003 Olaf Niesel & Markus Dolle
  • 2004-2006 Matthias Richter & Kai Borgschulze
  • 2007-2008 Matthias Richter & York Scheele
  • 2009 Jan Reisdorf & York Scheele
  • 2010-2012 Jan Reisdorf & Kolja Funk
  • 2013 Tobias Kellermann & Kolja Funk
  • 2014 Tobias Kellermann & Thilo Elsner
  • 2015 Kolja Funk & Thilo Elsner
  • 2016-2018 Nils Falkowski & Christopher Beier
  • seit 2019 Nils Falkowski & Pascal Kuss 

 

Biwak-Könige

Bei dem jährlichen Biwak der Avantgarde Mark ist es üblich, dass ein Biwakkönig ausgeschossen wird. Das Schießen erfolgt auf einen kleinen, selbst gebauten Vogel, der meist aus Holz, Gips oder Pappe besteht.

  • Die Könige der letzten Jahre sehen Sie hier:
  • 1998 – Andreas Beinlich
  • 1999 – Guido Brünnemann
  • 2000 – Jens Neuhaus
  • 2001 – Tim Kohlhase
  • 2002 – Olaf Niesel
  • 2003 – Tim Kohlhase
  • 2004 – Tobias Kellermann
  • 2005 – Tim Rosendahl
  • 2006 – Torben Strunk
  • 2007 – Jens Kohlhase
  • 2008 – Benjamin Wilms
  • 2009 – Mathias Richter
  • 2010 – Marc de Vries
  • 2011 – Jan Frenking
  • 2012 – Till Strunk
  • 2013 – Jonas Lining
  • 2014 – Nils Falkowski
  • 2015 – Mathias Kozlik
  • 2016 – Kevin Schuba
  • 2017 – Dominik Kuss
  • 2018 – Mauriz Hegemann
  • 2019 – Moritz Coers 

Seit 2003 haben wir auch für das Biwak-Schießen einen Fässchen-Pokal. Ihm wurde 2005 durch eine Internet-Abstimmung der Name „Der Heilige Gral“ gegeben. Namensgeber waren die Gebrüder Strunk.

  • Hier sind die Erringer:
  • 2003 – Tim Kohlhase
  • 2004 – Torben Strunk
  • 2005 – Marcel Coers
  • 2006 – Till Strunk
  • 2007 – Jens Kohlhase
  • 2008 – Daniel Pennings
  • 2009 – Torben Strunk
  • 2010 – Jan Wilms
  • 2011 – Tim Kohlhase
  • 2012 – Mathias Kozlik
  • 2013 – Tobias Kellermann
  • 2014 – Jan Frenking
  • 2015 – Daniel Wortmann
  • 2016 – Nils Falkowski
  • 2017 – Michael Schmidt
  • 2018 – Felix Böker
  • 2019 – Moritz Coers 

 

Bannerhistorie

Schon seit dem Altertum, spätestens aber seit der römischen Antike sind Fahnen als ein Symbol der Treue und als Feldzeichen bekannt. Sie zeigten dem Feind, mit wem er es zu tun hatte und auf wen er sich einstellen musste. Dem eigenen Heer dienten sie zur Orientierung. Schließlich wollte man im Kampfgemetzel wissen, wo die eigenen Leute standen oder lagen.

So haben Fahnen also durchaus einen militaristischen Ursprung. Sie machten kenntlich, um wen und was es ging. So hatten die Truppen des römischen Imperiums das bekannte S.P.Q.R. auf ihren roten Fahnen, die an Querstangen aufgehängt an die Form des heutigen Banners erinnern. Dieses „Senatus Populusque Romanum“ (S.P.Q.R.) bedeutete: Hier habt ihr es mit dem Senat, der Regierung und dem Volke der römischen Weltmacht zu tun.

Das Banner aber, wie wir es kennen, hat seinen Ursprung im Mittelalter.

Die Päpste, welche den Königen Deutschlands seit Karl dem Großen die Kaiserwürde verliehen, taten dies nicht ohne Eigennutz. Sie überreichten den Kaisern eine Schriftrolle, welche den Machthaber an die Treue zu Rom erinnerten. Die Päpste banden den Kaiser durch einen Treueid an sich. Und da sind wir auch schon bei der Herkunft des Namens unseres Banners. Die Päpste banden den Kaiser an sich. Ein Bann, nicht zu verwechseln mit dem Bann der Ächtung, wurde ausgesprochen. Fortan nannte man dieses Schriftstück „Banner“.

Die Feldzeichen erfüllten so seit dem Mittelalter den Zweck, auch die Truppen an ihren Fürsten zu binden, zu bannen. Sie sind also die Fortführung des verbrieften Anspruchs der Päpste an die Kaiser des Mittelalters.

Im Wesen zwar anders, doch im Prinzip zu vergleichen, erfüllt diesen Zweck auch das Banner der Avantgarde. Sein Vorläufer war übrigens jahrelang ein einfaches Metallschild mit dem Schriftzug der Avantgarde. Die Form stellt sich in einer frei erfundenen Wappenform da, welche sich heraldisch nicht ableiten lässt. An zwei Tierköpfen waren rechts und links je ein Fuchsschwanz befestigt. Dieses Schild ist noch erhalten und in der Schützenhalle zu besichtigen.

Nun aber zurück zu unserem Banner. Auf der Seite des Banners, welche nach vorn getragen wird, zeigt es zunächst einmal an, um wen es sich handelt.

Dies geschieht durch den Schriftzug: „Gegr.: 1891 Avant Garde des Kirchspiel Märkischen Schützen Vereins Mark“. Es zeigt weiterhin das Abbild eines Adlers (derjenige des deutschen Kaiserreiches bis 1918), der die enge Bindung zur preußischen Tradition ausdrückt, sowie eine Zielscheibe und gekreuzte Gewehre, allesamt alte Symbole des Schützenwesens.

Auf der Rückseite, also der den marschierenden Avantgardisten zugewandten Seite, steht von Eichenlaub umrankt das Votum der Avantgarde: „Einigkeit macht stark“ Ein Votum, das gleichzeitig eindringlich zu Einigkeit der Avantgardisten untereinander mahnt (und in der Tat, mit diesem abschließenden Satz konnte schon so manche Unstimmigkeit beendet werden!), aber auch ermuntert und an die Sache der Gemeinschaft erinnert.

Dieses Banner aus dem Jahre 1930 wurde schon einigen hundert Avantgardisten vorausgetragen. Da nun der Adler seine Fittiche nicht mehr hängen lässt, nachdem im Jahre 1985 unser Banner restauriert wurde, möge es der Avantgarde Mark sowie dem gesamten Kirchspiel Märkischen Schützenverein noch viele Jahrzehnte vorangetragen werden.

Bericht aus der Festzeitschrift zum 100 jährigen Jubiläum der Avantgarde Mark

Gez. Thomas Kahl 1991
So lange, wie es von allen erhofft wurde, hielt das Banner leider nicht.

Seit 1998 hat die Avantgarde ein neues Banner, das lediglich eine Kopie des alten ist. Das alte Banner ist ebenfalls unserer Schützenhalle zu sehen.

Auf Grund der vielen Ausmärsche nagte der Zahn der Zeit so sehr an diesem Banner, dass eine Neuanschffung ratsamer war als eine Restauration.

Deshalb wurde Mitte der Neunziger Jahre ein neues Banner im Auftrag gegeben. Dieses Duplikat des alten Banners wurde nach dem ökomänischen Gottesdienst des Schützenfestes am 17.07.1998 auf dem Burghügel Mark geweiht. Das alte Banner fand einen würdigen Platz gleich neben dem Schild in der Avantgarden-Vitrine der Schützenhalle.